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Euro-Sondermünzen: Die Zulässigkeit im Zahlungsverkehr

06.08.2013 - Im Urlaub kann es schon einmal passieren, dass man als Wechselgeld eine Zwei-Euro-Münze bekommt, auf der Don Quichotte mit Windmühlen im Hintergrund abgebildet ist oder der Kölner Dom, wenn nicht sogar ein Strichmännchen auf der Rückseite ist. Doch handelt es sich dabei um echtes Geld oder eine Fälschung? Ist diese Münze ein zulässiges Zahlungsmittel?

Gesetzliche Zahlungsmittel mit Gedenkprägung

Diese Münzen sind keine Phantasieprägungen, sondern legale und gesetzliche Zahlungsmittel im gesamten Euroraum. Jedem Euro-Teilnehmerland steht es frei, die nationalen Seiten seiner Euro-Münzen mit eigenen Motiven und Symbolen zu gestalten. Wichtig ist, dass die gemeinsame europäische Seite in Größe, Gewicht und Legierung den üblichen Zwei-Euro-Münzen entspricht. In diesem Fall darf ihre Annahme nicht verweigert werden. Inzwischen gibt es über 100 verschiedene Gedenkprägungen.

Sammlerwert

Einige dieser Euromünzen sind bereits begehrte Sammlerobjekte geworden. Es kann also nicht schaden, einmal genauer hinzusehen, denn vielleicht hat man sogar eine Seltenheit in der Hand. Unter Umständen können die Münzen dann auch bei geringer Auflage beachtliche Preise erzielen. Für die "Strichmännchenprägung" gilt dies nicht. Diese Münze wurde zum Anlass des zehnjährigen Bestehens der Wirtschafts- und Währungsunion 2009 in großen Stückzahlen von den Euro-Staaten hergestellt. Die 2-Euro-Münze mit dem Kölner Dom hingegen ist durchaus wertvoll. Diese hat der Vatikan zum Gedenken an den Weltjugendtag in Köln 2005 prägen lassen.

Hinweis für den Urlaub

Falls Sie im Urlaub allerdings eine Fünf- oder Zehn-Euro-Sondermünze in die Hände bekommen, sollten Sie diese unbedingt wieder vor Ort noch ausgeben, weil sie nur im jeweiligen Ausgabeland Gültigkeit haben.

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